Die Immobilienkrise spitzt sich weiter zu

dfranke
Finanzen
Dienstag, 7. Oktober 2008

Man sollte meinen, irgendwann muss das alles endlich einmal vorbei sein. Doch schaut man sich den Case-Shiller-Häuserpreisindex an, dann verschärft sich die Immobilienkrise zumindest in den USA sogar noch.

Um mehr als 16 Prozent haben die Preise für Häuser in den 20 größten Städten der USA innerhalb eines Jahres nachgegeben. Für immer mehr Hausbesitzer wird dies zum Problem, denn die meisten haben ihre Immobilie als Sicherheit für weitere Kredite beliehen bzw. ihren Kredit für den Hauskauf gleich mit 100 oder gar 110 Prozent des Hauspreises aufgenommen.

Und so kommt es, dass immer mehr Hausbesitzer den Aufforderungen der Banken nach der Stellung zusätzlicher Sicherheiten nicht nachkommen können. Die Folge sind weitere Zwangsversteigerungen und damit weiterhin sinkende Häuserpreise.

Im selben Atemzug hat sich die Kreditvergabe an private Verbraucher mehr als halbiert. Um ganze 76 Prozent ist sie zum Vorjahresvergleich eingebrochen.

In Deutschland sind die Zahlen der vermittelten Baukredite zwar auch rückläufig, dank der schon seit Jahren restriktiven Kreditvergabe und der hohen Besicherung der Forderungen ist es hierzulande aber noch nicht einmal zu den befürchteten Zinssteigerungen gekommen, wie ein Vergleich etwa auf http://www.kredit-und-finanzen.de/kredite/immobilienfinanzierung.html zeigt.

Bei den Verbraucherkrediten ist die Lage ähnlich. Ein Einbruch wie in den USA ist in Deutschland derzeit nicht abzusehen und auch die Zinsen bewegen sich dank der starken Fragmentierung und des hohen Wettbewerbsdrucks auf dem deutschen Bankenmarkt auf niedrigem Niveau wie der Vergleich auf http://www.online-kredite.com/kreditvergleich.html zeigt.

Kreditnehmer haben hierzulande also noch weitaus bessere Karten als amerikanische Verbraucher. Angesichts der Auswirkungen auf die Realwirtschaft bleibt allerdings zu hoffen, dass sich die Lage schnellstens wieder stabilisiert.

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