Tee trinken

karlchen
Essen und Trinken
Samstag, 3. Januar 2009

Gemäß einer berühmten orientalischen Regel bereitet man ein Aufgussgetränk in der mit warmen Wasser erwärmten Teekanne zu, benutzt pro Person einen TL Teeblätter, übergießt diese mit siedendem Wasser und gießt dann den Tee innerhalb von zehn min. in eine weitere Teekanne. Profis raten, den Tee nur fünf min. ziehen zu lassen, zumal danach die im Tee enthaltenen Tannine frei werden, die die anregende Wirkung des Koffeins im Tee lindern. Tee kann man nach Vorliebe mit Sahne, Kandis, Zitrone, oder Arrak genießen. Das Vorurteil, in Teebeuteln sei Tee schlechterer Qualität, ist nicht richtig. In Teebeuteln sind nur Teeblätter verarbeitet ohne Stängel. Wer ein Tee-Ei benutzt, sollte es nur bis zur Mitte füllen. Denn nach dem Überschütten mit kochendem Wasser schwemmen die Teebestandteile auf und nehmen folglich an Größe zu. Tee benötigt zu der Entfaltung Raum. Die Würze des Aufgusses ist von dem Qualitätsstandard abhängig. Die edelste Tee-Qualität bekommt man durch die Gipfelknospen sowie die aller ersten Blätter der Pflanze. Sowie die Teepflanzen geerntet wurden, müssen diese fürs Erste welk werden, später werden sie gerollt, fermentiert sowie endgetrocknet. Einige Tees werden aber nicht fermentiert sondern gedünstet. Gesundheitsdienliche Inhaltsstoffe, die vor Krankheiten schützen können, bleiben dabei erhalten. Der gesundheitsfördernste Tee allgemein soll der Jiaogulan Aufguss sein, welcher ebenfalls "Pflanze des Lebens" genannt wird, weder Thein noch Koffein beinhaltet, gleichwohl aber belebend ist und einen positiven Effekt auf die Fitness von Personen hat. Die Knospen der rasch wachsenden, minimal sechs Meter langen Staude, die zu den Rosidae zählt, werden in der Chinesischen Medizin als Heilmittel benutzt. Der Jiaogulan gehört auf unserem Kontinent nicht zu den Medikamenten, sondern ist ein Mittel zur Nahrungsergänzung. In Amerika wird dieser leicht zuckerig schmeckende Tee, teils auch als "Altershemmender-Tee" betitelt, schon eine ganze Zeit lang verzehrt, in Deutschland ist er noch etwas unentdeckt. Ein Tee der absolut außergewöhnlichen Klasse ist Reishi, ein Vitalpilz, dessen gesundmachende Wirkung die Immunabwehr, die Nieren sowie den Stoffwechsel günstig beeinflusst. Der Vietnamesische Begriff Ling Win steht für "Ewigkeitspilz" beziehungsweise "Tausend-Jahre-Pilz". Bei dem Tee werden fein zertrennte, gedorrte Scheiben benutzt, die über Tag in reinem Bergwasser eingeweicht werden. Danach wird die Flüssigkeit mit den Pilzstücken aufgekocht und elf min. kochen gelassen sowie abgeseiht. Der Jiaogulan schmeckt ein wenig bitter und darf mit Waldhonig oder Rohrzucker gemischt werden.

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