Verbesserte Bedingungen in der Pflege
Wie bei einigen unserer europäischen Nachbarn, so ist auch in Deutschland ein Anstieg der pflegebedürftigen Bevölkerung zu verzeichnen. Hauptursache hierfür, ist der wachsende Anteil der über Sechzigjährigen die vermehrt in eine Pflegebedürftigkeit fallen. Die meisten der ganz oder teilweise pflegebedürftigen Menschen werden - soweit dies möglich ist - meist immer noch von Angehörigen zuhause versorgt. Dies kann jedoch zu einer enormen Belastung für die pflegenden Familienmitglieder führen, die bis hin zu gesundheitlichen körperlichen und psychischen Schäden führen kann, beispielsweise durch falsches Heben oder auch verursacht durch den zusätzlichen Stress den diese Dauerbelastung bei gleichzeitiger Berufstätigkeit und Familie verursacht. Viel zu lange wird da oft mit dem Umzug in ein Seniorenheim oder die Inanspruchnahme professioneller Hilfe gewartet – obwohl hierfür eigentlich keine Gründe bestehen. So wurde beispielsweise das Pflegegeld seit Anfang diesen Jahres bei einigen Krankenkassen um bis zu fünf Prozent erhöht, um die Versorgung Pflegebedürftiger zu vereinfachen und zu garantieren. Diese Erhöhung erfolgte für die Versicherten automatisch und bedarf keiner zusätzlichen Antragsstellung. Mit diesen und ähnlichen Maßnahmen will man auch zukünftig eine gute Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen sowohl in Seniorenresidenzen als auch in deren zuhause garantieren. Der demographische Wandel sorgt hierzulande für ein veränderter Gesellschaftsbild und langfristig muss sich sowohl der Arbeitsmarkt als auch das Sozialsystem auf die sich verändernden Bedingungen eingehen.