Karaoke - Trend mit japanischen Wurzeln

findur
Freizeit und Hobby
Dienstag, 12. Mai 2009

Mittlerweile bieten viele Bars und Kneipen in Deutschland den Trend an, der aus Japan nach Europa kam. Auf dem Inselstaat hörte man in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zuerst die mehr oder weniger schönen Stimmen ihre Lieblingslieder singen oder grölen. Der Text wird über einen Fernseher oder anderen Bildschirm eingeblendet, meist mit farblicher Änderung oder springenden Punkten versehen, damit der Sänger weiß wo er ist. Die Melodie ist instrumental, teilweise auch mit Hintergrundgesang versehen, so dass der Sänger sich mit ihr bewegen und von ihr leiten lassen kann. Die ersten Karaoke – Geräte kamen in Kobe auf, von dort aus fanden sie Verbreitung zunächst in Japan und schließlich auf der gesamten Welt. Speziell in Deutschland ist seit dem Jahr 2000 ein Anstieg zu verzeichnen, der auf die Castingshows wie Starsearch und ähnliche Formate zurückgeführt wird. Neben den auch hier häufig angebotenen Karaoke – Abenden gibt es verschiedene weitere Möglichkeiten, halb öffentlich seiner Sangeslust zu frönen. Gesangsunterricht ist meist nicht vonnöten, diverse Internet – Plattformen zum Beispiel bieten die Möglichkeit, seinen Gesang aufzunehmen und der Community zur Beurteilung zur Verfügung zu stellen. Aber auch wer nur eine witzige Bereicherung der nächsten Party sucht, findet unter dem Stichwort Karaoke mittlerweile eine Menge. Die meisten Titel können einfach heruntergeladen werden, um auf verschiedensten Wiedergabegeräten abgespielt zu werden. Karaoke für PC, für Playstation, Wii und ähnliche Konsolen ersetzt mittlerweile sogar teilweise in Japan den Gang in die Karaokebars und –häuser, in denen je nach Größe der feiernden Gesellschaft Kabinen angemietet werden können, um ungebetene Zuhörer auszuschließen.

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