Was ist wenn wir Nahrungsmittel links liegen lassen müssen...

karlchen
Gesundheit
Mittwoch, 24. Juni 2009

Bei einer Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln kommt es zu der gleichen Art von Reaktionen wie bei einer Allergie. Sie kann sich z.B. in einem Hautausschlag, Verdauungsstörungen, Dünnschiss oder Schmerzen aller Art konstatieren. Der größte Gegensatz zwischen Allergie und einer Unverträglichkeit liegt in den Abwehrreaktionen des Körpers. Indes bei einer Allergie das köpereigene Abwehrsystem schadensbegrenzend gegen bestimmte Stoffe eines Nahrungsmittels vorgeht und Immunoglobuline produziert, kommt es bei einer Unverträglichkeit nicht zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems. Hierbei wird jedoch wohl ebenso Histamin ausgeschüttet, welches die körperlichen Abwehrreaktionen auslöst. Der konkrete Gang bei einer Lebensmittelunverträglichkeit ist allerdings noch nicht vollständig erforscht. In vielen Fällen einer Unverträglichkeit von Lebensmitteln fehlen der Person bestimmte Biokatalysatoren, wodurch die Verdauung bestimmter Nahrungsbestandteile verlangsamt oder gar unmöglich gemacht wird. Die schlimmsten Ausprägungen von Lebensmittelunverträglichkeit sind Laktoseintoleranz und die Heubner-Herter-Krankheit, da die davon Betroffenen in diesen Fällen ihre ganzen Essgewohnheiten umstellen müssen. Das Laktaseenzym ist für die Verdauung der Kuhmilch beziehungsweise die Teilung des Sandzuckers zuständig. Fehlt dem Menschen dieses Enzym, kann der Sandzucker nicht verdaut werden und bewirkt in der Magen-Darm-Region einen idealen Brutplatz für Prokaryoten. Diese Bakterienanhäufung führt im Laufe der Zeit zu Übelkeit, Dünnschiss sowie Blähungen. Um zu checken, ob es sich hierbei um eine Laktoseunverträglichkeit oder eben eine Milch-Allergie handelt, bei welcher die Krankheitssymptome ähneln, wird ein RAST-Test durchgeführt. Betroffene einer Laktoseunverträglichkeit müssen auf milchzuckerfreie Milch zurückgreifen oder spezielle Laktase-Tabletten einnehmen. Handelt es sich wirklich um eine Laktoseallergie, müssen tierische Milchprodukte gänzlich vermieden werden. Gluten ist ein Bestandteil, der vor allem in Roggen, Gerste und überhaupt in Getreide zu finden ist. Demenstprechend ist die Unverträglichkeit dieses Stoffes unter anderem auch als Weizenallergie bekannt. Ebenso geläufig sind die Termina Zöliakie oder Sprue. Bei einer Glutenintoleranz wird die Mukosa des Darmes attakiert. Letztendlich beginnt die Rückbildung der Microdarmzotten, die für die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen zuständig sind. Typische Symptome sind Schwäche, Flüssigkeitsverlust, Dünnschiss und Übelbefinden. Als einzige Therapiemöglichkeit bleibt den Betroffenen nur der lebenslange Verzicht auf klebereiweißhaltige Nahrungsmittel. Betroffene Menschen können aber z.B. versuchen auf Kukuruz- , Reis- und andere Süßpflanzenprodukte umzusteigen.

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