Die persönliche Vorbereitung bevor der Finanzberater kommt
Geldanlageprodukte gibt es wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Viele Anleger sind aufgrund der Vielfalt oft verunsichert, welches Produkt für die jeweilige individuelle Situation das Richtige ist. Vielfach wird daher die Beratung eines Finanzberaters in Anspruch genommen, der die Produkte im Einzelnen kennt und umfassend erläutern kann.
Bevor jedoch ein Finanzberater aufgesucht wird, sollte sich jeder Anleger verschiedene Fragen zu seiner persönlichen Risikoeinstellung sowie zu den individuellen Anlagezielen stellen. Diese Fragen können dann im Gespräch mit dem Finanzberater erläutert werden, denn auch er sollte im Rahmen einer ganzheitlichen Anlageberatung hierüber Kenntnis erlangen.
Wichtig ist dabei zum einen, wofür das Geld im Anschluss an die Anlage einmal genutzt werden soll. Dient es zum Beispiel einzig als Reserve für unvorhergesehene Anschaffungen, soll hiermit eine bestehende Kreditschuld abgelöst werden oder dient das Geld der späteren Ausbildungsfinanzierung der Kinder. In Abhängigkeit dieser Ziele muss der Finanzberater dann die Laufzeit der Produkte strukturieren.
Um für den Anleger die passenden Produkte zu finden, sollte der Finanzberater auch wissen, wie viel Risiko der Anleger bereit ist, einzugehen. Würde der Anleger beispielsweise bereits bei kleinen Verlusten nervös werden, eignen sich für ihn lediglich sicherheitsorientierte Anlagen wie Festgelder oder Bundeswertpapiere. Möchte der Anleger jedoch höhere Renditen erzielen, die über den aktuellen Marktkonditionen liegen, und ist dafür auch bereit, kleinere oder größere Risiken einzugehen, ist die Auswahl an Produkten deutlich größer. Hierfür stehen beispielsweise Zertifikate, Investmentfonds, Immobilienfonds oder auch Einzelaktien zur Verfügung.
Bevor die Anlage jedoch getätigt wird, sollten alle Chancen und Risiken explizit erläutert werden, auch sollten sich Anleger in jedem Fall über die Kosten der Anlage informieren.