Sobald wir Lebensmittel links liegen lassen müssen...

zumsattenb
Gesundheit
Donnerstag, 27. August 2009

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit kommt es zu ähnlichen Reaktionen wie bei einer Allergie. Beide können sich z.B. in Hautausschlag, Verdauungsstörungen, Diarrhö oder Magenschmerzen äußern. Der hauptsächliche Kontrast von einer Allergie und Nahrungsmittelunverträglichkeit liegt in den körperlichen Abläufen. Indes bei einer allergischen Reaktion das köpereigene Abwehrsystem schadensbegrenzend gegen einen gewissen Stoff eines zum Verzehr bestimmten Produktes vorgeht und Antikörper produziert, kommt es bei der Lebensmittelunverträglichkeit nicht zum Eingreifen des körpereigenen Abwehrsystems. Hierbei wird jedoch vermutlich auch das Gewebshormon Histamin freigesetzt, welches körperliche Reaktionen veranlasst. Der exakte Prozess bei einer Lebensmittelunverträglichkeit ist jedoch bisher noch immer nicht gänzlich erforscht. In vielen Fällen von Unverträglichkeit von Lebensmitteln fehlen dem Menschen gewisse Protein-Enzyme, woraufhin die Verwertung einzelner Nahrungsbestandteile verlangsamt oder unmöglich gemacht wird. Die schwerwiegendsten Fälle von Nahrungsmittelunverträglichkeit sind Kohlenhydratmalabsorption und Sprue, da die Patienten in beiden Fällen ihre ganze Ernährung umstellen sollten. Das Laktaseprotein ist für die Verwertung der Milch anders gesagt für die Verwertung des Zuckers in der Milch verantwortlich. Fehlt einem Menschen dieses Ferment, kann die Laktose nicht verdaut werden und bildet in der Magen-Darm-Region einen idealen Brutplatz für Bakterien. Diese Bakterienansiedlung führt letztendlich zu Erbrechen, Diarrhö sowie Flatulanz. Um zu checken, ob es sich dabei um eine Laktoseunverträglichkeit oder tatsächlich um eine Milch-Allergie handelt, bei der sich die Krankheitssymptome gleichen, wird ein Allergietest durchgeführt. Betroffene einer Laktoseintoleranz können auf Sojamilch zurückgreifen oder Enzym-Tabletten nehmen. Handelt es sich tatsächlich um eine Laktoseallergie, müssen Milcheiweiße unbedingt vom Speiseplan gestrichen werden. Gluten ist ein Inhaltsstoff, der hauptsächlich in Roggen, Dinkel und anderen Getreidesorten enthalten ist. Daher ist die Intolerenz dieses Stoffes auch als Weizenallergie bekannt. Ebenso verwendet werden die Termina Zöliakie sowie Sprue. Bei einer Unverträglichkeit von Gluten wird die Tunica mucosa des Dünndarms attakiert. Letztendlich kommt es zur Rückbildung der Microdarmzotten, die für die Aufnahme von Nährstoffen verantwortlich sind. Typische Krankheitsanzeichen sind Schwäche, der Verlust von Gewicht, Diarrhö und Brechreiz. Als Möglichkeit für eine Besserung bleibt nur der langfristige Verzicht auf bestimmte glutenhaltige Nahrungsmittel. Betroffene sollten aber z.B. probieren auf Zea mays- , Wildreis- und Fagopyrumprodukte auszuweichen.

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