Internetmuffel Senioren?
Die Zahl der Internetanschlüsse steigt seit den Anfängen kontinuierlich. Hieran haben auch die Senioren ihren Anteil. Viele haben sich bereits während ihrer berufstätigen Zeit an Computer und die Nutzung des Webs gewöhnt. Ebenso viele, die Anfangs sicherlich skeptisch waren, haben sich gedacht: "Was meine Kinder und Enkel können, das kann ich auch!".
Die Computerindustrie hat dies längst erkannt und bei der Konzeption der Betriebssysteme berücksichtigt. Mussten früher auf einem neuen Computer erstmal viele Disketten installiert und DOS-Kommandos eingegeben werden, bevor das Textverarbeitungsprogramm genutzt werden konnte, reicht heute ein Druck auf den Power-Knopf des neuen PCs und die grafische Benutzeroberfläche führt durch einfache Klicks mit der Maus zu dem gewünschten Programm.
Auch die Bedienbarkeit der Internetseiten ist vielfach so einfach geworden, dass Neulinge, egal welchen Alters, sich schnell zurecht finden.
Kein Wunder also, dass auch Senioren online einkaufen, Reisen buchen, sich im Web informieren und E-Mails an ihre Freunde schicken.
Und weil viele sich eben nicht zum „alten Eisen“ zählen, tun sie es den jungen Leuten gleich und nutzen mit Begeisterung die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Singlebörsen. Sie schalten Kontaktanzeigen oder knüpfen neben der Partnersuche auch Freundschaften. Sie besuchen und verabreden sich unverbindlich auf einen Theaterbesuch, diskutieren in thematisch sortierten Foren über Themen, die sie interessieren. Sie tauschen sich aus über gesundheitliche Probleme und teilen ihren großen Erfahrungsschatz, indem sie beispielsweise über vergangene Reise berichten.
Die Zahlen sprechen für sich: Führende Foren haben einen aktiven Mitgliederstock von mehr als 90000 regelmäßigen Nutzern. Bei den Neuanmeldungen sind die Seniorinnen den Senioren übrigens leicht voraus.
Internetmuffel Senioren? Wohl kaum!