Halloween steht vor der Tür

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Mittwoch, 9. September 2009

Der ursprünglich aus Irland stammende Brauch, am Abend vor Allerseelen (All Hallows Eve - zusammengezogen zu Halloween) mit möglichst gruseligen Masken und Kostümen um die Häuser zu ziehen und „Süßes oder Saures“ zu drohen ist über Amerika nach Europa zurückgeschwappt. Neben den ersten Weihnachtsmännern und Lebkuchen finden sich in den Supermärkten Stände mit Kostümen, Schminksachen und Accessoires für den gruseligsten Abend des Jahres. Auch gibt es für die Erwachsenen allerorten in Discotheken und Bars Veranstaltungen, auf die das gekaufte oder sogar selbst gemachte Kostüm ausgeführt werden kann. Da tanzt dann Graf Dracula mit Lady de Winter und die Scream - Maske findet sich neben Hannibal Lector. Aber nicht nur Verkleidungen aus Grusel- und Horrorfilmen haben ende Oktober Hochkonjunktur. Alles, was interessant, fantasievoll und vor allem darstellbar ist, findet sich auf den Halloween - Parties. Da sieht man Prominente wie zum Beispiel Heidi Klum in Verkleidung eines Apfels, um den sich eine Schlange windet. Auch bei den Kindern sind nicht nur Vampir, Räuber, Hexe und Fledermaus an der Tagesordnung, dazwischen springen kleine Prinzesschen, Feen oder Matrosen umher. Nur die deutlich lustigen Kostüme werden eher in die Karnevalszeit verbannt. Was aber tun, wenn der Spross fünf Minuten vor der Angst mit dem Wunsch nach Hause kommt, am Halloweenumzug der Kinder im Dorf teilnehmen zu wollen? Da wird zu Hause dann ganz schnell Mutters Sortiment durchsucht. Knöpfe finden sich dort, Samtbänder, Federn, vielleicht auch Stoffreste, mit denen sich ein ganz normaler Pulli zum Halloween - Kostüm verwandeln lässt. Wenn alles nicht mehr hilft, tut es auch das obligatorische weiße Bettlaken, in das drei Löcher hineingeschnitten werden. Der so in ein paar Minuten entstandene Geist kann dann um die Häuser heulen, bis die Straßenlaternen angehen.

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