Handy trotz Schufa und die ganze Wahrheit!

Telelino
Internet
Mittwoch, 23. Dezember 2009

Man begegnet immer mehr Internet-Angeboten, in denen dafür geworben wird, "Handyverträge ohne Schufa" abzuschließen. Was an und für sich sinnvoll ist, da in Deutschland der Prozentsatz der Leute mit negativen Schufa-Einträgen konstant wächst. Es bilden sich aber fundamentale Fragen zum Thema. Ein Schufa-Eintrag, was stellt das eigentlich dar? Und warum ist die Werbung "Handy ohne Schufa" nicht ganz korrekt?

Wie entsteht eigentlich ein Schufa-Eintrag und was wird deshalb bewirkt, diese Schwierigkeit soll hier deutlich gemacht und auch erklärt werden. Die "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung", die Schufa, hat seit 1927 den Firmensitz in Wiesbaden. Um die Bonität eines Kunden zu prüfen, arbeitet sie mit unterschiedlichsten Unternehmen zusammen, wie beispielsweise den Netzbetreibern T-Mobile, E-Plus. O2 und Vodafone. Eigentlich heißt das, dass Informationen zum Zahlungsverhalten und zum dem Stand der Verschuldung einer Person existieren. Wenn jemand einen Kredit aufnimmt oder andere Verträge schließt, so wird dann ein Eintrag in der Schufa gemacht. Das ist an und für sich nichts Bedenkliches. Der Händler wird sozusagen nur von der Schufa über die Solvenz eines Einzelnen unterrichtet. Eine Person kann, wenn die Solvenz zu niedrig ist, Versicherungen, Dienstleistungen oder irgendwelche andere Investitionen nicht den Regeln entsprechend bedienen. Darum prüfen die betroffenen Netzbetreiber die Bonität oder Kreditwürdigkeit des Mobilfunk-Kunden. Um nicht Verträge zu vergeben, die nicht bezahlt werden können und die Vertragsanbieter deshalb auf den Mobilfunk-Rechnungen sitzen bleiben. Damit das einmal an einem Beispiel demonstriert wird, wird nun der gängige Weg bis zum Handyvertragsabschluss gezeigt werden.

In einem Handyshop oder einem Online-Mobilfunkshop wählen Sie sich Ihr gewünschtes Handy und einen entsprechenden Handytarif aus. Zum Vertragsabschluss werden nun ihre persönlichen Daten aufgenommen und in den Rechner eingegeben. Die Schufa oder an andere Kreditsicherungsgesellschaften erhält dann vom Netzbetreiber die persönlichen Daten zur Überprüfung, damit er dem Verkäufer für den Abschluss ein Ja oder Nein geben kann. Dann wird der Vertrag, wenn mit Ihrer Kreditwürdigkeit alles in Ordnung ist, ohne weiteres fertig gemacht.

Den Vertrag wird man allerdings nicht abschließen, wenn bei Ihrer Kreditwürdigkeit Probleme auftreten, in diesem Fall wird man Ihnen höchstens ein Prepaid-Set empfehlen. Welches allerdings oftmals kein Mobiltelefon enthält. Die "Handy mit Schufa"-Werbungen, die schon erwähnt wurden, kommen jetzt in dieses Spiel. Dass Sie einen Mobilfunk-Vertrag bekommen, ist nicht sicher, doch Sie haben wesentlich höhere Chancen. Da die meisten Vertragspartner nur mit einem Netzbetreiber kooperieren, wird dadurch das Limit der Solvenz eines Kunden fest gesetzt. Da sich die Vertragsanbieter der "Handy trotz Schufa"-Angebote auf Kunden mit geringer Kreditwürdigkeit eingestellt haben, arbeiten sie mit mehreren Netzbetreibern zusammen. Wegen der verschiedenen Bonitätsgrenzen, die diese haben, gibt es für für den Abschluss eines Vertrags eine höhere Chance. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist der Umstand, dass diese Mobilfunkhändler aufgrund ihrer Erfahrung genau sagen können mit welchen Mobilfunk-Tarifen und Mobilfunk-Verträgen eine gute Annahmechance besteht und mit welchen Verträgen eben nicht. Trotzdem darf man sich auch bei diesen Angeboten niemals sicher sein, einen Mobilfunk-Vertrag abschließen zu können. Da diese die Eventualität nur größer machen, nicht aber garantieren.

Allerdings können Sie mittlerweile gute so genannte Vertrauens- oder Kompromissverträge als alternative Lösung finden. Solche alternativen Tarife werden von diesen Händlern neben den gängigen Verträgen angeboten. T-Mobile bietet z.B. einen Vertrag an, bei dem man in einen Handytarif mit einem subventionierten Handy wechseln kann, wenn während drei Monaten seine Rechnungszahlungen pünktlich geleistet hat. Es gibt eine andere Möglichkeit, die alternativen Tarife mit einer Sicherheitsleistung. Beim Abschluss eines jeden solchen alternativen Vertrages muss, um das Risiko des Zahlungsausfalls so klein wie möglich zu halten, in Höhe von 80 bis 400 Euro eine Kaution gezahlt werden. Man kann sich zwar für diesen Betrag schon ein qualitätsmäßig hochwertiges Mobiltelefon zu legen, dann käme man aber nicht mehr in den Vorzug eines Handyvertrages.

Eine Frage, die sich vielen nun stellen wird: Wo recherchiert man solche Angebote? Hier gibt es bei der Internet-Suchmaschine "Google" viele Möglichkeiten an derartige Angebote zu kommen, indem man nur bestimmte Suchbegriffe eingibt, wie z.B. "Handy trotz Schufa".

Kategorien

2012

2011

2010

2009

2008

2007