Hilfe für Bettnässer

findur
Familie
Dienstag, 23. Februar 2010

Wenn man bedenkt, dass ca. 1% der bundesdeutschen Bevölkerung unter einem Problem leidet, dem nächtlichen Einnässen, im medizinischen Fachjargon Enuresis genannt, dann wundert es schon ein wenig, dass dieses Thema so mit einem Tabu belegt ist. Es betrifft in der Regel Kinder, doch auch Jugendliche und Erwachsene leiden unter diesem Phänomen, wenn die Blase nicht ein ausreichend intensives Signal sendet, das den eigenen Schlaf unterbricht und somit einen nächtlichen Toilettengang ermöglicht. Die Ursachen sind dabei vielschichtig und können von Stress bis zu körperlichen Gründen reichen. Abhilfe finden Bettnässer bei einem Arzt, der entweder eine medikamentöse Therapie verordnen kann, vermutlich jedoch zu der Verschreibung einer Klingelhose greifen wird, die sanfter funktioniert und ohne Nebenwirkungen arbeitet. Denn hier wird mit einem Sensor für Feuchtigkeit gearbeitet, der den kleinsten Abgang von Urin bereits bemerkt und auswertet und im Ergebnis ein Funksignal an einen Empfänger sendet, der dann ein lautes akustisches Signal aussendet, wodurch der Schlaf unterbrochen wird und so eine Konditionierung des Bettnässers auf den Toilettengang erreichen soll. Am Anfang sollte eine solche Klingelhose noch von den Eltern mit dem Kind eingesetzt werden und der Empfänger im Schlafzimmer der Eltern stehen, später kann dann diese Verantwortung an das Kind übertragen werden und somit dessen Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit trainiert und gestärkt werden, um gemeinsam den Weg hin zu einer trockenen Nacht zu beschreiten.

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