Hanf ist ein aussichtsreicher nachwachsender Rohstoff
Die Preise an den Tankstellen führen den Konsumenten im Moment mehr oder weniger täglich vor Augen, dass die Rohstoffpreise steigen. In solchen Marktphasen wird regelmäßig nach Alternativen gesucht. Besonders den nachwachsende Rohstoffen wird dann wieder eine besondere Aufmerksamkeit zuteil. Aufgrund des allgemein gestiegenen Preisniveaus für Rohstoffe werden dann die (vergleichsweise teuren) bereits genutzten nachwachsenden Rohstoffe auch relativ betrachtet attraktiver. Ein solcher Rohstoff ist der Hanf. Oder besser ausgedrückt, die Hanfpflanze liefert viele verschiedene Rohstoffe, denn die ganze Pflanze ist stofflich wie energetisch nutzbar. Für die thermische bzw. energetische Nutzung kommt die Pflanze als Ganzes in Frage, da sie sehr viel Biomasse in vergleichsweise kurzer Zeit zu liefern in der Lage ist. Will man die Pflanze stofflich nutzen, so ergeben sich viele Möglichkeiten. Im Mittelpunkt des Interesses steht zumeist die sehr reißfeste Hanffaser, die für die textile aber vor allem die technische Nutzung in Frage kommt. So lassen sich aus den Fasern z.B. Bau- und Faserverbundwerkstoffe produzieren, die am Ende des Lebenszyklus einfach kompostiert werden können. Bei der Fasergewinnung fällt als Nebenprodukt die Hanfschäbe an. Die kann als Tiereinstreu vermarktet werden. Die Schäben können aber auch zu hochwertigen Produkten wie Pressplatten oder Einstreudämmstoffen veredelt werden. Darüber hinaus können die Samen als Lebensmittel genutzt werden. Zu guter Letzt gibt es für die Blüten eine gewisse Nachfrage aus der Kosmetik- und der Pharmaindustrie.