Leuchten versus Lampen – Eine Grundsatzfrage?
Viele kennen die Termini Lampen und Leuchten. Für viele sind Lampen die Objekte zur Beleuchtung, wie beispielsweise Deckenlampen oder Tischlampen – aber auch Leuchten.
Leuchten richtig beleuchtet
Leuchten werden in der Fachsprache auch „Luminaire“ genannt. Der Begriff kommt aus dem englisch-französischen Sprachgebrauch. Leuchten sind Gegenstände, die zumeist eine Apparatur aufweisen, in denen man Leuchtmittel, wie zum Beispiel LED Lampen, installieren kann. Sie dienen der Beleuchtung von Räumen und Arbeitsplätzen. Leuchten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Über einem Esstisch montiert man meist Pendelleuchten, hängen die Leuchten an der Wand spricht man von Wandleuchten. Aber auch prunkvolle Kronleuchter oder einfache Strahler sind Leuchten im eigentlichen Sinn.
Was sind Lampen?
Das Wort Lampen wird irrtümlicher Weise als Bezeichnung für Leuchten verwendet. Jeder kennt den Satz: „Um Strom zu sparen, müsst ihr die Lampen ausschalten!“ Vom Grundsatz her ist dies richtig, denn Lampen bezeichnen die Glühmittel in Leuchten, welche elektrischen Strom in Licht umwandeln. Sie sind also im technischen Sinne dafür verantwortlich, dass die Leuchten Licht abstrahlen. Mit der genannten Aufforderung ist aber eigentlich das Ausschalten von Leuchten gemeint.
Die Quintessenz der Frage: Leuchten oder Lampen?
Wie oben erläutert, wird im deutschen Wortschatz der Terminus Lampen auf der einen Seite für das Beleuchtungsobjekt verwendet, aber eben auch für die Leuchtmittel. Die besten Beispiele sind hierfür die Stehlampen und die Glühlampen (fälschlich auch Glühbirne genannt). Das Wort Leuchten dagegen ist Fachjargon, der dem Otto-Normal-Verbraucher schon bekannt ist, der diesen aber selten nutzt.