Selbstbewusste Kinder haben es leichter
Jeder Vater ist stolz auf die Fortschritte, die sein Kind macht. Sei es das erste Mal, dass es Papa sagt oder der erste Schritt des Kindes ohne helfende Hand, oder wenn das Kleine lernt Fahrrad zu fahren. Man reagiert mit Freude und Zuspruch darauf, lobt sein Kind und steckt ihm auch mal die eine oder andere Belohnung zu.
Leider lässt diese Begeisterung mit zunehmendem Alter des Kindes manchmal nach. Vergleiche mit anderen Kindern lassen Erwartungshaltungen entstehen. Plötzlich sieht man, dass andere Kinder einige Dinge schneller lernen oder besser können als das eigenene. Dann wird plötzlich nicht mehr gelobt, sondern bemängelt, dass das auch schneller und besser ginge. Das eigene Kind soll erfolgreich in der Schule sein, sich beim Sport profilieren und dabei noch allseits anerkannt werden.
Diese Erwartungen, die fast jeder Vater in sein Kind setzt, können aber solch einen Druck auf das Kind ausüben, dass das Gegenteil eintritt. Denn ein Kind, das sich immer als unzureichend und nicht um seinetwillen geliebt fühlt, kann kein gesundes Selbstbewusstsein aufbauen. Dabei ist das kindliche Selbstvertrauen der Grundstein für ein erfolgreiches Leben. Das betrifft nicht nur die Kindheit, sondern bezieht sich auf das ganze Leben bis ins hohe Alter hinein.
Wie kann man als Vater also das Selbstbewusstsein seines Kindes so fördern, dass es seinen Nutzen daraus ziehen kann, sich aber auch nicht maßlos überschätzt? Man sollte jeden Fortschritt, den sein Kind macht loben, so klein er auch sein sollte. Man muss ihm zeigen, dass man ihm etwas zutraut. Das kann man beispielsweise, indem man es bei alltäglichen Beschäftigungen, wie z.B. Autowaschen, mit einbezieht, es aber gleichzeitig unterstützt und auf Gefahren hinweist.