Elektrosmog

findur
Gesundheit
Dienstag, 8. Juni 2010

Als Elektrosmog werden elektrische, magnetische und elektromagnetische (Wechsel-)Felder bezeichnet, die durch technische Geräte verursacht werden. Die Bezeichnung Smog soll darauf hindeuten, dass diese Felder schädigende Auswirkungen haben. Elektromagnetische Felder, die auf einen natürlichen Ursprung zurückzuführen sind, wie zum Beispiel die elektromagnetischen Feldern, die nach Blitzentladungen entstehen, bezeichnet man nicht als Elektrosmog. Doch die fortschreitende Elektrifizierung der modernen Industriegesellschaft, die zunehmende Nutzung der Funkwellen nicht nur im Berufsleben, sondern auch im Alltag, setzt den Menschen immer häufiger und intensiver künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern aus. Denn jede Leitung, die unter Spannung gestellt wird, baut um sich herum ein elektrisches Feld auf. Diese niederfrequenten elektrischen Wechselfelder entstehen auch wenn kein Strom fließt, nur allein aufgrund der elektrischen Spannung, die bei Netzanschluss an Leitungen und Geräten anliegt. Entsprechend ist die Größe des elektrischen Feldes von der jeweiligen Betriebsspannung abhängig. Bei den Haushaltsgeräten ist dies üblicherweise 230 / 400 Volt. In Mittelspannungsleitungen werden dagegen schon 20 Kilovolt (kV), das sind 20 Tausend Volt, erzeugt und in Hochspannungsleitungen gar 110 bis 380 kV. Werden die Geräte, auf denen bereits ein Spannungsfeld liegt eingeschaltet, fließt Strom, der wiederum im niederfrequenten Bereich ein zusätzliches niederfrequentes magnetisches Wechselfeld erzeugt. Im hochfrequenten Bereich verschmelzen elektrische und magnetische Felder zu einer elektromagnetischen Welle, die wegen ihrer schnellen Ausbreitung und großen Reichweite besonders gut für die kabellose Datenübermittlung in höheren Frequenzen geeignet ist. Dabei ist die Frequenz die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz angegeben. Diese hochfrequente Strahlung wird von den Radio- und Fernsehsendern genutzt, in den Mikrowellen, aber auch von den schnurlosen Telefonen und Babyphonen und nicht zuletzt von Radar und Richtfunk. Das heißt jeder einzelne Radio- und Fernsehsender erzeugt so ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld und so werden die Menschen, wenn sie Radio oder Fernseher einschalten, sowohl mit niederen elektrischen und magnetischen Wechselfeldern belastet, weil Strom fließt, und mit den hochfrequenten weil ein Sender empfangen wird. Durch die Möglichkeit der Kommunikation mit gepulsten Frequenzen, welche den Handy-Boom auslöste, kamen die Strahlungen vom Mobilfund dazu. Wer sich vor Elektrosmog abschirmen möchte, findet dazu heute auf dem Markt eine Vielfalt an Schutzeinrichtungen, aber auch Fachleute, die beratend zu Seite stehen.

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