Das Oktoberfest, die Lederhose und andere bayerische Traditionen

Veröffentlicht am 14-07-2010 von Daniel.

Die bayerische Metropole München ist an sich schon ein Touristenmagnet. Jährlich kommen viele Tausend Besucher in die bayerische Landeshauptstadt, um sich die vielen Sehenswürdigkeiten und die bayerische Kultur anzusehen. Nicht zuletzt auch um einmal in einem original bayerischen Biergarten zu sitzen und ein kühles Weißbier zu trinken, wie es die Bayern schon seit hunderten von Jahren tun. Für viele stellen die „Urbayern“ in ihrem Trachtenoutfit mit Lederhose, Trachtenhut und Haferl Schuh eine wahre Kuriosität dar. Einmal im Jahr, nämlich zur Zeit des Oktoberfestes, ist München allerdings die größte Touristen-Hochburg der Welt. Millionen Besucher von nah und fern pilgern in die bayerische Hauptstadt, um am größten Volksfest der Welt teilzunehmen. Oft scheint es, als hätten sie alle bei ihrer Anreise einen Lederhosen Shop geplündert, denn viele Touristen tun es den Einheimischen gleich und erscheinen ausschließlich in Trachtenmode auf der „Wies’n“, wie das Oktoberfest in Bayern auch genannt wird. Dies ist für viele Bayern ein Grund, stolz zu sein, denn schließlich zeigen die Besucher so ihr Interesse an der bayerischen Kultur. Andere wiederum schimpfen hier und da ein bisschen über die heutigen „Auswüchse“ der Trachtenmode, die teilweise nicht mehr viel mit der ursprünglichen Form der bayerischen Tracht gemeinsam haben. Die Trachten Dirndl beispielsweise werden immer kürzer, was natürlich den heutigen Modetrends entspricht, vor ein paar hundert Jahren allerdings undenkbar gewesen wäre. Dabei ist es nur natürlich, dass sich auch Traditionen im Laufe der Zeit verändern. Auch das Schützenwesen ist beispielsweise nicht mehr genau das gleiche wie früher. Wie kann man da erwarten, dass die Trachtenmode für Damen und Herren über Jahrhunderte hinweg unverändert bleibt? Solange die bayerischen Traditionen nicht aussterben – und das werden sie allein schon wegen dem Oktoberfest nicht – müssen kleinere Veränderungen in der heutigen Zeit schon hingenommen werden.

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