Besondere Rasierer von Gillette
Die Historie von Gillette ist eine Erfolgsgeschichte rund um den Rasierer, bei dem die Nassrasur mittels eines Rasierers mit einer oder mehrerer Klingen erfolgt.
Der Sicherheitsrasierer
Bereits ein Jahr nach der vorletzten Jahrhundertwende, also 1901, stellte King Camp Gillette seinen Sicherheitsrasierer vor, der alsbald die Verwendung des Rasiermessers weitgehend verdrängte. Die Vorteile dieser Arten von Rasierer beschränkten sich dabei nicht nur auf das höhere Maß an Sicherheit, sondern auch auf die Austauschbarkeit der Klinge. Damit konnte bequemer für eine stetig scharfe Schneide gesorgt werden, was bei den nicht immer vermeidbaren Schnitten im Gegensatz zum "ungeschützten" Rasierer für weniger exorbitante Verletzungen sorgte.
Blue Blade und Thin Blade
Kaum noch bekannt sind die zahlreichen Klingenentwicklungen von Gillette bis in die 70er Jahre hinein. Als Beispiele werden bei Gillette selbst die Rasierer Blue Blade (1932, Made in USA) und Thin Blade (1938, Made in England) angeführt. Ferner gab es aber auch noch die Neue Gillette (1930, in Deutschland hergestellt), die New Blade (1930, Made in USA) und die Stainless Blade (1938, Made in England). Dabei geben die Jahreszahlen nur eine ungefähre Orientierung. Genaugenommen stand als Name für die Klingen Blue Gillette Blade, Stainless Gillette Blade usw. Diese Rasierer - die so genannten Hobelklingen - haben in Europa und in den USA nur noch eine untergeordnete Rolle. In asiatischen Ländern sind diese Rasierer dagegen noch sehr gefragt und werden für diese Märkte auch weiterentwickelt wie die Gillette Super Thin Platinum (Made by Gillette Shanghai) eindrucksvoll belegt.
Der Run bei der Entwicklung von Mehrfachklingen
Mit der 1971 vorgestellten Gillette TRAC II begann der Siegeszug der Mehrfachklingenrasierer. Ihr folgte 1998 mit MACH 3 ein Rasierer mit Dreifachklinge und 2006 die Gillette-Fusion-Rasierapparate mit fünf Klingen. Inzwischen gibt es auch elektrische Versionen. Die Konkurrenz schläft hier allerdings nicht und bietet auch 6-Klingen-Rasierer an. Der schärfste Konkurrent Wilkinson ist allerdings erst bei vier Klingen, die in einem vibrierenden Klingenkopf verbaut sind.
Gillette Sensor
Die Gillette Sensor Technologie wurde 1990 als entscheidende Verbesserung des Doppelklingenrasierers gefeiert. Der Hintergrund ist der, dass die beiden Klingen im Rasierer einzeln aufgehängt sind und sich somit den Gesichtskonturen besser anpassen können. Die Bewegung des geführten Rasierers entspricht ja immer nur einer Ziehrichtung, weshalb zwei starre Klingen an manchen Stellen den Nachteil haben, dass die zweite Klinge überhaupt keinen Hautkontakt erfährt. Beim Rasierer mit der getrennt gelagerten Gillette Sensor wird die Chance, das beiden Klingen rasieren, erheblich erhöht.